Klingelnde Kassen mit den Internet-Massen Drucken E-Mail
Freitag, 9. Februar 2007
ImageIhr seit die Bösen, ja genau, Ihr da draussen an den Bildschirmen, die Ihr diesen Satz gerade gelesen habt. Nein, nicht wir vertreten diese Meinung, sondern die Musikindustrie. Wie Futurezone.at berichtet, versuchen die Majors nun mit Kleinvieh massenhaft Mist zu machen. Wie das praktisch geht, ganz einfach, man verlangt von YouTube und Co. Lizenzgebühren für die in den Privatvideos verwendete Musik. "Da der große Teil dieser Videos irgendwie Musik enthält, müsste die Musikindustrie nur den Bruchteil eines Cents pro Video bekommen, um zweistellige Millionenbeträge pro Monat einzunehmen..."


Unseren herzlichen Glückwunsch an die Verantwortlichen der Labels, die seit Jahren keine kreativen Ideen mehr haben und alle Trends konsequent ignorieren. Nach dem Ihr festgestellt habt, das permanentes Weinen, ob der zurückgehenden Umsätze erstaunlicherweise zu keinem Kaufreflex bei den Konsumenten geführt hat und auch die juristische Moralkeule nur bedingt Wirkung zeigt (dafür einen Dank an die Väter des deutschen Rechtssystems und den damit vorhandenen Datenschutz) habt Ihr das Internet als Einnahmequelle entdeckt. Natürlich nicht mit neuen Konzepten, nein, das würde ja ein gewisses Mass an Kreativität und Wagemut vorraussetzen, sondern als centweise zu melkende Kuh.

"Wir sind jeden Tag in Gesprächen mit den Internet-Unternehmen. Und häufig müssen wir erst vor Gericht ziehen, damit es zu ernsten Verhandlungen und Abschlüssen kommt", bemängelte der Präsident des Welt-Phono-Verbandes IFPI, John Kennedy, am Sonntag zur Eröffnung der Musikmesse Midem in Cannes."

Ja was eine Frechheit, da hat jemand eine gute Idee, die Euch nicht eingefallen ist und dann weigert er sich auch noch, mit Euch zu teilen. Die Welt ist ja so ungerecht. Nun gut, auf keinen Fall ist es so, dass Ihr selbst Schuld seid an den sinkenden Einnahmen. Auf keinen Fall.. Schuld sind immer die Anderen und hier ist der Schuldige aus schon seit langem ausgemacht, Eure potentiellen Kunden. Diese undankbare Spezies, die nicht bereit ist für den x-fach ausgestossen, gleichklingenden Einheitsbrei, (der mehr an industrielle Massenfertigung erinnert, denn an eine musikalische Idee) auch noch kräftig zu zahlen. Viel lieber macht man sich unter Fahne der "Musikpiraterie" bereit zum Kampf gegen diese Masse an unwilligen und am Ende gar qualitätsbewussten Musikkonsumenten. Recht so, warum soll man einen Fehler nur einmal machen, wenn es einem doch ohne Probleme möglich ist, ihn noch ein zweites mal zu wiederholen.

Liebe Labelchefs, Plattenbosse und Entscheidungsträger macht ruhig weiter so, wir finden das gut. Wir werden uns zurücklehnen, gute Musik hören, die nicht von Euch produziert oder vermarktet ist und mit wachsender Freude sehen, wie Ihr grandios am Zeitgeist (Internet) scheitern werdet. Dann ist endlich die Zeit gekommen, für all die kleinen unabhängigen Labels, für die wirklich kreativen Köpfe im Musikgeschäft, kurz für alle, für die Musik nicht nur eine andere Art der legalen Geldvermehrung darstellt.

An Euch, die Konsumenten, unsere Hörer und Leser ... sorgt dafür, dass "die Kleinen" eine Chance bekommen. Schaut Euch um, es gibt mit Sicherheit die eine oder andere junge Band, die Eure Aufmerksamkeit verdient. Geht zu den Konzerten, kauf deren Musik und sorgt damit dafür, dass Quantität nicht mehr das allein ausschlagebende Kriterium bei Musik ist.

Ihr habt die MACHT, Ihr entscheidet --- IHR könnt die Zustände ändern, wenn Ihr nur wollt!


Zitatquellem: Futurezone.at, Europäische Verwerter gegen YouTube



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